Gebäudeversicherung im Brennpunkt

Jeder hauseigentümer sollte eine Wohngebäudeversicherung abschließen. Mit dieser sind Schäden durch Leitungswasser, Feuer oder hagel aber auch durch Sturmschäden abgesichert. Und da durch den Klimawandel die Sturmschäden deutlich zunehmen, ist solch eine Versicherung auf jeden Fall lohnenswert.

Schadentrend ansteigend

Allerdings beklagen die Versicherungen seit einiger Zeit Defizite in der Kategorie Gebäudeversicherung. So wird für Schadenszahlungen und andere Aufwendungen im Schnitt mehr Geld ausgegeben als auf der anderen Seite Beitragseinnahmen stehen. Für Versicherer ist das auf längere Zeit gesehen kein tragbarer Zustand.

Die deutlich zunehmenden Schäden entstehen durch Leitungswasser. Der häufige Einbau von wasserführenden Installationen, die Verwendung neuartiger Materialien und Rohrverbindungstechniken als auch die ansteigende Reparaturanfälligkeit des veralteten Versicherungsbestandes führten zur Schadeninflation.
Ungünstig kam hinzu, dass von 1996 bis 2007 so gut wie keine indexbedingten Prämienerhöhungen bestandswirksam wurden, im Gegensatz dazu die Preise für Instandhaltung der „Gas-, Wasser- und Abwasseranlagen im Wohngebäude“ etwa um 35 Prozent gestiegen sind.

Versicherungen ergreifen Maßnahmen

Einige Versicherungen haben schon jetzt die unbedingt notwendige Gegenmaßnahmen ergriffen, um diesem Defizit entgegenzutreten. Das betrifft besonders die Tarif- und Annahmepolitik. So ist beim Neuantrag eine ausreichende Beitragshöhe notwendig, Abschlüsse unterhalb des Tarifes sind auf keinen Fall möglich. Des Weiteren sind exakte Informationen zum versicherten Wohngebäude erforderlich.

Viele Gesellschaften nehmen neue Kunden zurzeit lediglich zum Tarifbeitrag an. Angesichts der vorgenannten Entwicklung sind Rabatte fast nicht mehr möglich.

Um die Kostensituation auf der Kostenseite zu verbessern, werden seitens der Assukuranz Sofortmaßnahmen ergriffen. Durch hinzuziehung der modernen Kommunikationsmedien (Telefon, E-Mail usw.) sollen zum Beispiel Pauschalentschädigungen erzielt und auch Nachverhandlungen zu Kostenvoranschlägen mit dem Versicherungskunden direkt geführt werden.

Ohne diese dargelegten unternehmensindividuellen Veränderungen der Versicherungskonditionen wird eine entsprechende Gewinnerwartung für den Markt kaum umsetzbar sein.
Folglich ist auch in den nächsten Jahren mit einer drastischen Prämiensteigerung in der Gebäudeversicherung zu rechnen. Vor diesem hintergrund ist die regelmäßige Überprüfung des bestehenden Versicherungsschutzes angeraten.
Unabhängige Vergleiche zur Wohngebäude Versicherung bieten hierzu beste Möglichkeiten, schnell und simple einen persönlichen Policencheck durchzuführen. Die Fachleute helfen gern bei der Beantragung des gewünschten und notwendigen Gebäudeschutzes.