Auslandsreiseschutz – auf die richtige Beratung kommt es an

Wer auswandern oder im Ausland arbeiten wollte, war eine von den Versicherungen kaum beachtete Randgruppe. Wer vor 10 Jahren eine längere Auslandsreise plante und dafür eine Versicherung im Krankheitsfall abschließen wollte, wurde selten fündig.

Doch in der heutigen globalen Welt finden auch diese Absicherungsbedürfnisse immer mehr Berücksichtigung. Mittlerweile gibt es immer mehr Anbieter, die gute und auch weltweit gültige Krankenversicherungen anbieten.

Aufgrund der größer werdenden Bedeutung des Versicherungsschutzes im Ausland gibt es immer noch einige Versicherungslücken, die sich die Auswanderer bzw. im Ausland Erwerbstätigen nicht bewusst sind. So versichern viele Auslandsreisekrankenversicherungen nur einen kurzen Zeitraum von 42 bis 56 Tage im Jahr. Berufliche Aktivitäten sind oft gar nicht abgedeckt. Viele glauben auch, dass man in der EU mit der Krankenkarte abgesichert ist. Das ist ein Irrtum, denn nicht in allen EU-Ländern besteht freie Arztwahl und außerdem begleicht die gesetzliche Krankenkasse hierzulande ausschließlich jene Leistungen, für die sie auch in Deutschland aufkommen würde.

Das bedeutet, viele Auswanderer bleiben im Aufenthaltsland auf ihren Krankenkosten sitzen. Wer sich länger im Ausland aufhalten möchte, sollte eine dafür spezielle private Auslandskrankenversicherung abschließen. Die Altersgrenze für die Aufnahme in eine solche Versicherung beträgt 65 Jahre.

Angebote für eine Auslandskrankenversicherung gibt es viele, ein ausführlicher Blick in die Tarifbeschreibung bzw. in das Bedingungswerk ist ratsam. So gibt es Policen, die nur eine Grundsicherung anbieten und somit einige Behandlungen nicht abgedeckt sind, so wie z.B. Behandlungen in der Schwangerschaft oder auch zahnärztliche Behandlungen.

Immer wichtiger dabei wird der Patientenrechtsschutz. Ca. 15 Millionen Patienten erleiden in Europa gesundheitliche Schäden aufgrund einer falschen Behandlung. Gründe dafür sind zum einen sprachliche Verständigungsprobleme und andererseits sind die medizinischen Standards andere als bei uns.

Vorvertragliche Krankheiten

Die meisten Anbieter schließen im Vorhinein bekannte Grunderkrankungen vom Krankenversicherungsschutz aus. Wer also ständig Medikamente einnehmen muss,dem sollte klar sein, dass vor Reisebeginn absehbare Folgebehandlungen und -medikamente keinesfalls unter den Versicherungsschutz fallen. Es gibt auch Versicherer, die Krankheiten und Gebrechen vom Schutz ausschließen, welche ein halbes Jahr vor Reisebeginn ärztlich behandelt wurden.