Archiv für den Monat: Juli 2011

Mediation – das Kernstück innovativer Rechtsschutzversicherungen

Am 12. Jan. diesen Jahres entschied das Parlament einen Gesetzentwurf, der, die einvernehmliche Lösung von Rechtsstreitigkeiten ohne langandauernde gerichtliche Auseinandersetzungen stärken soll.

In der Zwischenzeit haben viele Rechtsschutzversicherer die Vorteile der Streitschlichtung erkannt und bieten
im Rahmen ihrer Rechtsschutz Policen die Möglichkeit der außergrichtlichen Streitbeilegung. Die Assekuranz sieht hier insbesondere eine Reduzierung der in der Vergangenheit stetig gewachsenden Schadenzahlungen.

Laut Information der ARAG Rechtsschutzversicherung – einem der führenden Anbieter von Rechtsschutzpolicen in Deutschland – so hat sich das Streitverhalten der letzten Jahren grundlegend geändert. Waren früher gerichtliche Verhandlungen zur Rechtsklärung angesagt, streben heute viele
Versicherungskunden die aussergerichtliche Klärung und Konfliktbeilegung an. Vorallem kostengünstige herangehensweisen zur Vermeidung der Streit-Esklierung sind gefragt.

Derzeit sind die Rechtsschutzbedingungen der Anbieter von Rechtsschutz Versicherungen derart gestaltet, dass im Falle einer Streitschlichtung,
der Rechtsschutzanbieter dem Kunden einen erfahrenen Streitschlichter für das jeweilige Rechtsgebiet benennt. Der Streitschlichter wird dann
beide Streitparteien entsprechend anhören und weitergehende herangehensweisen zur Verhinderung der Eskalierung des Streites anbieten.

Nicht alle Anbieter von Rechtsschutzpolicen bieten die Mediation, auch in allen Lebensbereichen an. Jedoch geht der Trend eindeutig in diese Richtung. Wer mit einem Rechtsschutzabschluss spekuliert, dem bietet sich ein Test der Rechtsschutzversicherung in jedem Falle an.

Aus meiner Sicht ist es sicher heute noch etwas zu früh, spezielle Rechtsschutz Versicherungen abzuschließen, die
vordergründig und ausschließlich auf außergerichtliche Streitschlichtung bauen. Als Beispielhier sei der Tarif M-Aktiv der DEURAG genannt. Jetzt ist das Angebot an Streitschlichtern, noch nicht ausreichend. Insbesondere im ländlichen Bereichen steckt die Marktabdeckung derartiger Streitbeilegungsangebote noch in den Anfängen.
Es steht bereits fest, dass Vorgenanntes sich im Ergebnis der Umsetzung des vom Bundeskabinett verabschiedeten Gesetzesentwurfes, schnell ändern wird.

Im Gegensatz hierzu stellt in der derzeitigen Situation die Mediation, als reine Ergänzung des Leistungsumfanges von RS Versicherungen eine echte Bereicherung dar.

Noch keinen Schutz gegen Berufsunfähigkeit?

Die Versicherung zum Schutz vor Berufsunfähigkeit hat in Deutschland ein imenses potenzial.

Doch lediglich 21 Prozent von den Berufstätigen sind es, die sich für einen Schutz gegen Arbeitsunfähigkeit entschieden haben.

In erster Linie Personen ohne verschiedenartige wirtschaftliche Absicherungen innerhalb einer Familie, bei denen vielleicht mehrere Personen zum gemeinsamen Verdienst beitragen benötigen eine Schutz vor Berufsunfähigkeit.

Dazu gehören vor allem alleinerziehende und berufstätige Mütter oder Familienväter, die einen geldlichen Kraftaufwand für die Abdeckung scheuen und die auf diese Weise resultierende Gefahr nicht realisieren.

Der Kostenfaktor ist es in der Regel, der zu einer hemmung beim Kauf bei vielen Personen führt.

Eine Vielzahl nehmen an, dass mit dem Aufschieben des Versicherungsschutzes Geld gespart werden kann.

Jeder Volljährige sollte eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit abschließen, denn speziell im schnelllebigeren, hektischen und anspruchsvollen Berufsalltag sind Berufsunfähigkeiten wegen physischer oder psychischer Leidenen, aber auch schwere Knochenbrüche am Kopf- oder halswirbelbereich, Burnout oder Depressionen überall verbreitet.

Sobald jedoch die ersten größeren körperlichen Probleme erscheinen, wird es extrem aufwändig einen angemessenen Schutz für einen akzeptablen Preis zu erhalten.

Entsprechend der Aussage des Statistischen Bundesamtes werden 43 Prozent der heute 20-jährigen im Laufe ihres Berufslebens bis zum 65. Lebensjahr berufsunfähig.

In Folge dessen muss geeignete Vorsorge angeboten werden. Wer sich noch nicht entschieden hat, sollte sich aktuellem Grund über einen Berufsunfähigkeitsschutz erkundigen und diesen auch zum Vertragsabschluss bringen.

Denn umso jünger der Mensch, umso weniger Vorerkrankungen sind vorausgesetzt, desto günstiger wird der Schutz für das noch bevorstehende Leben.

Aktuell sind junge Personen als potenzielle Kunden bei Versicherungen ungemein gefragt. Jedenfalls beginnen jedes Jahr circa 1,2 Millionen junge Leute eine Berufsausbildung und es gibt in jedem Jahr in etwa 430.000 Studienanfänger sowie 260.000 Uni-Absolventen.

Da junge Menschen normalerweise nicht besonders viel verdienen, offerieren Versicherungsgesellschaften hierzu flexible Angebote für den Einstieg.

Neuer Garantiezins – Folgen für die Verbraucher

Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) wird die Kalkulationsvorschrift für Lebens- und Rentenversicherungen mit Wirkung ab dem 1. Januar 2012 ändern und höchstens noch einen Garatiezins von 1,75 Prozent zulassen.

Der neue Zinssatz gilt für alle neue Verträge, die ab 01.01.2012 abgeschlossen werden. Verträge, welche bereits 2011und früher abgeschlossen wurden, gilt weiterhin der höhere Garantiezins von mindestens 2,25 Prozent.

Die weiteren dem Vertrag gutgeschriebene Überschüsse geraten ebenfalls unter Druck. Vorsorglich reduzierten viele Anbieter bereits 2011 die Verzinsung der Verträge.
Es besteht im Ergebnis dieses niedrigen Garantiezinses die Gefahr, dass die Altersvorsorge für den Verbraucher uninteressant wird und insgesamt weniger abgeschlossen wird.

Laut Aussage von Experten, stellt die durch die Politik gewollte lange Niedrigzinsphase pures Gift für die Lebensversicherer und damit vorallem für die so wichtige Altersvorsorge in Deutschland dar. Überwiegend erwirtschaften die Versicherer ihre Renditen aus Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren. Dementsprechend schwer wiegt die derzeitige Niedrigzinsphase auf der Anleihenseite.
Betroffen sind insbesondere Unternehmen, die einen großen Bestand an Altverträge besitzen und diese Verträge mit den früheren wesentlich höheren Garantiezinsen erfüllen müssen.

Die Verminderung des gesetzlichen Zinses hat ebenfalls Auswirkung auf die Kalkulation der Versicherungspreise. So müssen sich die
Kunden für Neuabschlüsse ab 2012 mit höheren Beiträgen abfinden. Eine Steigerung um etwa 5% wird bereits heute von einigen Anbietern veranschlagt. Neben der Lebensversicherung sind von der Änderung des Garantiezinses auch andere Versicherungsarten betroffen. Auch betroffen sind z.B. die Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr, die Rentenversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherungen oder Schwere Krankheitenversicherungen.
Wer also den Abschluss einer Rentenversicherung oder einen anderen Vertragsabschluss bei einem Lebensversicherer vorhaben, sollte noch in 2011 eine entgültige Entscheidung treffen. Bezogen auf die Laufzeit des Vertrages sind schnell mehrere 1000 Euro an Prämienzahlungen zu sparen.

Für den Verbraucher bedeudet dies im Bezug auf den Abschluss von Altersvorsorge- und Lebensversicherungsprodukten:
Vor Abschluss eines Vertrages genau prüfen, ob sich nicht ein leistungsfähigerer (Anbieter) findet.“